Welche Temperaturen und Watt-Dichten erreicht eine FIREROD-Heizpatrone?
FIREROD-Heizpatronen mit Mantel aus Alloy 800 sind für Betriebstemperaturen bis 760 °C ausgelegt. Die maximale Watt-Dichte beträgt bei den Zollgrössen bis 62 W/cm² (400 W/in²). Wie viel davon im konkreten Fall zulässig ist, hängt von Passung, Temperatur und Umgebung ab.
Wie genau muss die Bohrung für eine Heizpatrone sein?
So eng wie möglich. Je kleiner der Luftspalt zwischen Patrone und Bohrung, desto besser fliesst die Wärme ab und desto kühler läuft die Heizwendel. Ein grosser Spalt staut die Wärme im Element und verkürzt die Lebensdauer. Die passende Toleranz für Ihren Durchmesser nennen wir Ihnen gerne.
Was bedeutet die Watt-Dichte und warum ist sie so wichtig?
Die Watt-Dichte ist die Leistung pro Quadratzentimeter beheizter Oberfläche und zeigt, wie stark die Patrone belastet wird. Watlow legt die zulässigen Werte so fest, dass eine Lebensdauer von mindestens rund einem Jahr erreicht wird. Ist die Watt-Dichte zu hoch, verteilt man die Leistung besser auf mehr oder längere Patronen.
Wie lange hält eine Heizpatrone?
Massgebend ist die Temperatur der inneren Heizwendel, denn der Draht oxidiert umso schneller, je heisser er ist. Laut Watlow hält ein Element bei rund 815 °C Wendeltemperatur etwa 3.5 Jahre, bei 870 °C etwa ein Jahr und bei 980 °C nur noch etwa 6 Wochen. Watlow-Auslegungen begrenzen die Wendeltemperatur deshalb auf 870 °C.
Warum schadet häufiges Ein- und Ausschalten?
Bei jedem Zyklus dehnt sich der Heizdraht aus und zieht sich wieder zusammen. Das ermüdet das Element. Am schädlichsten sind Zyklen, bei denen die Patrone im Rhythmus von etwa 30 bis 60 Sekunden voll aufheizt und abkühlt. Mit Halbleiterrelais (Zykluszeit 1 Sekunde) oder Thyristorstellern bleibt die Wendeltemperatur deutlich gleichmässiger.
Meine Heizpatrone hat länger gestanden. Kann ich sie sofort mit voller Leistung starten?
Besser nicht. Heizpatronen sind mit Magnesiumoxid isoliert, das bei längerem Stillstand Feuchtigkeit aufnehmen kann. Volle Leistung auf ein feuchtes Element kann Sicherungen auslösen oder den Heizer zerstören. Fahren Sie die Spannung langsam hoch, damit die Feuchtigkeit ausgeheizt wird. Manche Leistungssteller haben dafür eine eigene Funktion.
Welche Anschlusslitzen und welcher Litzenschutz sind sinnvoll?
Das hängt von Temperatur, Verschmutzung und Bewegung im Anschlussbereich ab. Für FIREROD-Heizpatronen gelten laut Watlow: Silikon bis 150 °C, PTFE bis 200 °C, Glasseide (GGS) bis 250 °C, Glimmer-Glasseide (MGT) bis 450 °C, Keramikperlen bis 649 °C. Gegen Abrieb und Bewegung schützen Metallgeflecht oder ein Edelstahlschlauch.
Wie viel Leistungsreserve sollte ich einplanen?
Watlow empfiehlt einen Zuschlag auf die berechnete Leistung: rund 10 % bei grossen Anlagen mit gut bekannten Daten, 20 % bei kleinen bis mittleren Anlagen mit unsicheren Angaben und 20 bis 35 % bei vielen Annahmen. Dazu kommt die Fertigungstoleranz der Heizer bei Widerstand und Leistung.